Schule verändert.
Sie verändert die Menschen, die mit ihr zu tun haben und sie verändert sich. Schule wird selbstständiger und hat in Zukunft noch größere Gestaltungsmöglichkeiten. Diese wollen wir nutzen und haben das folgende Leitbild als Ergebnis gemeinsamer Überlegungen festgehalten. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler, an Lehrerinnen und Lehrer, an die Eltern und an die Partner unserer Schule.
kompetent und leistungsorientiert
Wir sind eine leistungsorientierte, kaufmännische Schule, die den Bildungsauf-trag ganzheitlich sieht und aktiv mitgestaltet. Ein ausgewogenes Verhältnis von allgemeiner und beruflicher Bildung ist uns wichtig. Wir stellen fachliche, mediale und kommunikative Kompetenz ins Zentrum unserer Unterrichtsarbeit. Dabei legen wir Wert auf eine Vielfalt der Unterrichtsmethoden.
Von unseren Schülerinnen und Schülern aller Schularten erwarten wir bestimmte Grundhaltungen; dazu gehören Lern- und Leistungsbereitschaft, Eigeninitiative, Durchhaltevermögen, Offenheit für Neues, aber auch Disziplin und Selbstkritik.
Schülerinnen und Schüler mit besonderen Fähigkeiten im musischen oder sportlichen Bereich sind bei uns ausdrücklich willkommen. Wir ermöglichen ihnen, ihre Fähigkeiten auch außerhalb der Schule zu erweitern und zu vertiefen, und wünschen, dass sie sie in das Schulleben einbringen. Als Eliteschule des Sports unterstützen wir sportliche Leistungsträger.
Wir streben nach einer kontinuierlichen Verbesserung in allen Bereichen des Schullebens.
Dazu gehört eine zielgerichtete Personalplanung und -entwicklung des Kollegiums. Wir fördern daher zahlreiche Schulprojekte, die dieser Kooperation dienen. Wir sind offen für die Interessen aller Beteiligten und suchen das Gespräch mit ihnen. Wir halten Selbstreflexion und Persönlich-keitsbildung des Lehrers für unabdingbar. Auch in der internen Kommunikation legen wir Wert auf Offenheit und Transparenz. Für uns steht fest: Alle am Schulleben Beteiligten tragen gemeinsam Verant-wortung für die Entwicklung unserer Schülerinnen und Schüler.
kreativ und innovativ
Für uns bedeutet Kreativität die Fähigkeit und Bereitschaft, die eigene Persönlichkeit ständig weiter zu entwickeln und Innovation, neue Antworten auf die Heraus-forderungen einer sich stetig wandelnden Welt zu finden.
Wir verstehen unter Leistungsorientierung auch die Förderung der Kreativität in allen Facetten.
Im Unterricht und in fächer- und schulartübergreifenden Projekten werden bei uns kreative Fähigkeiten entwickelt.
Dies geschieht in Form von berufs- und fachbezogener Präsentation, multimedialer Gestaltung, Gesang, Schauspiel und Tanz. Dadurch üben die SchülerInnen Teamgeist und Disziplin und erfahren ein Wir-Gefühl. Die Fächer Musik und Kunst sind bei uns Bestandteil des regulären Unterrichts-angebots.
Schulleitung und Kollegium schaffen dafür den organisatorischen Rahmen.
menschlich und weltoffen
Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt unserer Bemühungen. Wir legen Wert auf Integration und Chanc-engleichheit aller Schüler und Schüler-innen unabhängig von sozialer Herkunft und Nation. Wir erkennen Unterschiede an und stellen uns Konflikten. Wir streben eine ganzheitliche Bildung und individuelle Persönlichkeitsentwicklung an. Beratung von Schülerinnen und Schülern bei schulischen und persönlichen Pro-blemen und Laufbahnfragen ist uns daher ein Anliegen. Wir suchen bewusst den Kontakt zum gesellschaftlichen Umfeld. Dabei ist uns die Zusammenarbeit mit den Eltern, den Ausbildungsbetrieben, den Vereinen und Verbänden, Religionsgemeinschaften und sozialen Einrichtungen besonders wichtig.
Unser pädagogisches Konzept
Mit diesem Konzept setzen wir uns Ziele für alle am Schulleben beteiligten Gruppen (die Schülerinnen und Schüler, das Lehrerkollegium, das Verwaltungspersonal) und für die Zusammenarbeit mit den Eltern sowie den Ausbildungsbetrieben. Wir streben eine gemeinsame Richtung in unserem gesamten Wirken an.
Wertvorstellungen
Unsere gemeinsame Grundlage bilden die nachfolgenden Werte. Zu den Werten gehören - ohne eine Rangfolge festzulegen:
• Disziplin und Zuverlässigkeit
• Leistungsbereitschaft und Selbständigkeit
• Teamfähigkeit und Verantwortung
• Offenheit und Ehrlichkeit
• Gegenseitige Achtung und Toleranz
• Höflichkeit und Zivilcourage
• Umweltbewusstsein und Gemeinsinn
Grundsätze für den Unterricht
• Anwesenheit und pünktlicher Beginn
Unterrichten und unterrichtet werden bedeutet gemeinsames Arbeiten und ge-meinsame Erfahrung. Deshalb sind wir pünktlich. Klassenbuchführung und Ent-schuldigungswesen dokumentieren unser Bemühen.
• Vorbereitung und aktive Mitarbeit
Wir bereiten uns auf den Unterricht vor und machen mit, denn wir wollen keinen Stillstand. Hausaufgaben, kompetente und aktuelle Vorbereitung sowie aktive Mitarbeit helfen uns dabei.
• Weiterbildung und Weiterentwicklung
Wir wissen, dass sich die gesellschaftlichen Anforderungen und der Bedarf der Wirtschaft ändern. Unterricht darf deswegen nicht stagnieren. Aktuelle Inhalte, moderne Unterrichtsmethoden wie Projektarbeit, selbst gesteuertes Lernen sowie eine hohe Fortbildungsbereitschaft sind selbstver-ständlich. Vermittlung von Grund-fähigkeiten sind ebenso wichtig wie Fachkompetenz. Spezialisierungen zu fördern muss möglich sein.
• Nachdenken und beurteilen
Indem wir über Unterricht nachdenken, vergleichen wir von Zeit zu Zeit den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand - nur so sind Verbesserungen möglich. Unsere Mittel sind Reflexion, Selbstbewertung und Feedback von anderen.
• Kooperation mit anderen
Wir arbeiten und lernen nicht im Elfenbeinturm. Wir sind Dienstleister und Erzieher im gesellschaftlichen Umfeld, das einem ständigen Wandel unterliegt.
Grundsätze für die Organisation
• Verantwortung der Schulleitung und des Kollegiums
Die Prinzipien des Leitbildes und des pädagogischen Konzeptes können nur umgesetzt werden, wenn die organi-satorischen Rahmenbedingungen stimmig sind. Diese Rahmenbedingungen konti-nuierlich zu verbessern ist primär Aufgabe der Schulleitung. Eine regelmäßige Fehleranalyse ist die Grundlage.
Fehlerhafte Strukturen können noch effektiver bekämpft werden, wenn wir alle uns verantwortlich fühlen und Ver-besserungsvorschläge machen. Die Schul-leitung hat die Verpflichtung, Ver-besserungsvorschläge zu prüfen und umzusetzen, wenn dadurch effektivere Strukturen erreicht werden - gegebenen-falls in Zusammenarbeit mit dem ÖPR und/oder den Fachbereichen.
• Personalplanung
Die Weiterentwicklung der Personalplanung liegt in der Verantwortung der Schulleitung - in Abstimmung mit den Fachbereichen. Fachlich qualifizierter Unterricht in ganzer Breite ist nur möglich, wenn der Unterrichtseinsatz für die Fächer und Schularten längerfristig geplant wird - und zwar in Absprache bzw. mit rechtzeitiger Information der KollegenInnen.
Dabei muss verantwortlich mit den gesundheitlichen Ressourcen der Lehrer umgegangen werden.
• Führungsstil
Das Leitbild und die pädagogische Konzeption der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule erfordern einen koopera-tiven Führungsstil, der durch Transparenz und Offenheit gekennzeichnet ist. Nur auf diese Weise sind Eigenverantwortlichkeit und damit auch dauerhaftes Engagement aller Beteiligten möglich.
Schule als sozialer Lebensraum
• Wir nehmen uns Zeit
Unser pädagogischer Auftrag lässt sich nur erfüllen, wenn wir uns füreinander Zeit nehmen. Dies gilt sowohl für die Arbeit mit unseren SchülerInnen als auch für die notwendige Abstimmung unter den KollegenInnen.
Dabei gehen wir sorgfältig mit der Zeit des anderen um. Zeitmanagement ist deshalb ein wichtiges Instrument.
• Wir gestalten und verändern
Wir sind nicht nur für die Gestaltung gegenwärtiger Lehr- und Lernprozesse verantwortlich, sondern haben auch die Aufgabe, in die Zukunft zu blicken. Was unsere Arbeit stört oder behindert, verändern wir deshalb. Für Ver-besserungsvorschläge und die aktive Mitarbeit bei deren Umsetzung ist jeder verantwortlich.
• Wir sind weltoffen
Wir fördern eine Kultur der Aufgeschlossenheit und der Neugier.
Unsere kulturelle Vielfalt spiegelt sich in unseren Ver-anstaltungen und Feiern.
Studien-fahrten und Auslandsaufenthalte sind uns wichtig.
Konfliktkultur
• Regeln und Vereinbarungen helfen Konflikte zu vermeiden
Gemeinsam arbeiten erfordert Rücksichtnahme. Regeln bieten eine verlässliche Grundlage unseres Zusammenlebens.
Wir akzeptieren gemeinsam beschlossene Regeln und bestehen auf Konsequenzen bei Verstößen.
• Umgang mit kulturellen, sozialen und Interessen-Unterschieden
Unterschiede anzuerkennen heißt den anderen zu akzeptieren. Unterschiede beinhalten darüber hinaus Entwicklungspotentiale und können sehr produktiv sein.
Bei Konflikten sind Diskussionsbereitschaft und konkrete Lösungsstrategien Wege, die uns weiter bringen
• Miteinander reden
Miteinander - nicht übereinander - reden ist unser Ziel. Gespräche bringen uns weiter: Einzelgespräche, Fallbe- sprechungen und Zielvereinbarungen.
Beratung und Hilfestellung für Schüler- innen und Schüler durch Beratungslehrer und
Schulseelsorge sind bei uns alltäglich.
WIR - GEFÜHL
Durch ein einheitliches Erscheinungsbild (z. B. durch unser Schul-Logo) soll die Identifikation mit unserer Schule nach innen und außen demonstriert werden.
Die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule steht in der Tradition des Wirtschafts-gymnasiums Ost.
Gemeinsame Treffen mit Absolventen bzw. Pensionären (Ehemaligen-Treffen) sollen die Bindung an die Cotta-Schule stärken.
Dieses Ziel setzt sich auch der Förderverein »Alte Gilde e. V.« Die Beachtung und die aktive Umsetzung unserer Leitsätze bilden die Grundlage unseres Wir-Gefühls.


