Start Qualitätsmanagement Pädagogisches Konzept

Mit diesem Konzept setzen wir uns Ziele für alle am Schulleben beteiligten Gruppen (die Schülerinnen und Schüler, das Lehrerkollegium, das Verwaltungspersonal) und für die Zusammenarbeit mit den Eltern sowie den Ausbildungsbetrieben. Wir streben eine gemeinsame Richtung in unserem gesamten Wirken an.
Das Pädagogischen Konzepts umfasst die folgenden sechs Bereiche: "Wertvorstellungen", "Grundsätze für den Unter-richt", "Grundsätze für die Organisation", "Schule als sozialer Lebensraum", "Konfliktkultur" und "Wir-Gefühl". Für diese Bereiche haben wir uns Leitsätze gegeben.

WERTVORSTELLUNGEN

Unsere gemeinsame Grundlage bilden die nachfolgenden Werte. Zu den Werten gehören - ohne eine Rangfolge festzulegen:

  • Disziplin und Zuverlässigkeit
  • Leistungsbereitschaft und Selbständigkeit
  • Teamfähigkeit und Verantwortung
  • Offenheit und Ehrlichkeit
  • Gegenseitige Achtung und Toleranz
  • Höflichkeit und Zivilcourage
  • Umweltbewusstsein und Gemeinsinn

GRUNDSÄTZE FÜR DEN UNTERRICHT

  • Anwesenheit und pünktlicher Beginn

Unterrichten und unterrichtet werden bedeutet gemeinsames Arbeiten und ge-meinsame Erfahrung. Deshalb sind wir pünktlich. Klassenbuchführung und Entschuldigungswesen dokumentieren unser Bemühen.

  • Vorbereitung und aktive Mitarbeit

Wir bereiten uns auf den Unterricht vor und machen mit, denn wir wollen keinen Stillstand. Hausaufgaben, kompetente und aktuelle Vorbereitung sowie aktive Mitarbeit helfen uns dabei.

  • Weiterbildung und Weiterentwicklung

Wir wissen, dass sich die gesellschaftlichen Anforderungen und der Bedarf der Wirtschaft ändern. Unterricht darf deswegen nicht stagnieren. Aktuelle Inhalte, moderne Unterrichtsmethoden wie Projektarbeit, selbst gesteuertes Lernen sowie eine hohe Fortbildungsbereitschaft sind selbstver-ständlich. Vermittlung von Grundfähigkeiten sind ebenso wichtig wie Fachkompetenz. Spezialisierungen zu fördern muss möglich sein.

  • Nachdenken und beurteilen

Indem wir über Unterricht nachdenken, vergleichen wir von Zeit zu Zeit den Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand - nur so sind Verbesserungen möglich. Unsere Mittel sind Reflexion, Selbstbewertung und Feedback von anderen.

  • Kooperation mit anderen

Wir arbeiten und lernen nicht im Elfenbeinturm. Wir sind Dienstleister und Erzieher im gesellschaftlichen Umfeld, das einem ständigen Wandel unterliegt.

Um unseren Ansprüchen gerecht zu werden, bedarf es einer engen Kooperation mit Ausbildungsbetrieben, Behörden, Eltern, Industrie- und Handelskammern, Sportinstituten, sozialen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen. Kontakte zu anderen Schulen vermitteln uns Anregungen und erweitern die Basis unserer Aktivitäten.

GRUNDSÄTZE FÜR DIE ORGANISATION

  • Verantwortung der Schulleitung und des Kollegiums

Die Prinzipien des Leitbildes und des pädagogischen Konzeptes können nur umgesetzt werden, wenn die organisatorischen Rahmenbedingungen stimmig sind. Diese Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern ist primär Aufgabe der Schulleitung. Eine regelmäßige Fehleranalyse ist die Grundlage.
Fehlerhafte Strukturen können noch effektiver bekämpft werden, wenn wir alle uns verantwortlich fühlen und Ver-besserungsvorschläge machen. Die Schulleitung hat die Verpflichtung, Verbesserungsvorschläge zu prüfen und umzusetzen, wenn dadurch effektivere Strukturen erreicht werden - gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit dem ÖPR und/oder den Fachbereichen.

  • Personalplanung

Die Weiterentwicklung der Personalplanung liegt in der Verantwortung der Schulleitung - in Abstimmung mit den Fachbereichen.Fachlich qualifizierter Unterricht in ganzer Breite ist nur möglich, wenn der Unterrichtseinsatz für die Fächer und Schularten längerfristig geplant wird - und zwar in Absprache bzw. mit rechtzeitiger Information der KollegenInnen.
Dabei muss verantwortlich mit den gesundheitlichen Ressourcen der Lehrer umgegangen werden.

  • Führungsstil

Das Leitbild und die pädagogische Konzeption der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule erfordern einen kooperativen Führungsstil, der durch Transparenz und Offenheit gekennzeichnet ist. Nur auf diese Weise sind Eigenverantwortlichkeit und damit auch dauerhaftes Engagement aller Beteiligten möglich.

SCHULE ALS SOZIALER LEBENSRAUM

  • Wir nehmen uns Zeit

Unser pädagogischer Auftrag lässt sich nur erfüllen, wenn wir uns füreinander Zeit nehmen. Dies gilt sowohl für die Arbeit mit unseren SchülerInnen als auch für die notwendige Abstimmung unter den KollegenInnen. Dabei gehen wir sorgfältig mit der Zeit des anderen um. Zeitmanagement ist deshalb ein wichtiges Instrument.

  • Wir gestalten und verändern

Wir sind nicht nur für die Gestaltung gegenwärtiger Lehr- und Lernprozesse verantwortlich, sondern haben auch die Aufgabe, in die Zukunft zu blicken. Was unsere Arbeit stört oder behindert, verändern wir deshalb. Für Verbesserungsvorschläge und die aktive Mitarbeit bei deren Umsetzung ist jeder verantwortlich.

RAUM ZUM LEBEN

  • Schule ist mehr als Unterricht - Schule ist auch Lebensraum

Um uns wohl fühlen zu können, achten wir auch auf eine friedvolle Atmosphäre. Wir lehnen Gewalt in jeder Form ab. Arbeitsgemeinschaften, schulartübergreifende Projekte, Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und (Ehemaligen-) Treffen ermöglichen gemeinsames Erleben und verbinden. Zu einem friedvollen Zusammenleben gehört auch ein positives Umfeld. Darum achten wir auf die Pflege des Schulgeländes, der Räume und der Ausstattung der Schule. Auch die Gestaltung der Gebäude trägt in erheblichem Maße zum Arbeitsklima bei. Veränderungen sollen daher der architekt-onischen Konzeption entsprechen. Als rauchfreie Schule ermöglichen wir allen einen gesunden Lebensraum.

  • Wir sind weltoffen

Wir fördern eine Kultur der Aufgeschlossenheit und der Neugier. Unsere kulturelle Vielfalt spiegelt sich in unseren Veranstaltungen und Feiern. Studienfahrten und Auslandsaufenthalte sind uns wichtig.

  • Wir sind Teil der Gesellschaft

Die Welt verändert sich ständig. Wie schnell sich die Arbeitswelt wandelt, zeigt sich in den Betrieben. Es gibt auch Verlierer der gesellschaftlichen Veränderungen - Menschen geraten in Not. Wir sind uns der Probleme bewusst und helfen, wo dies möglich ist, aktiv mit. Sozial- und Betriebspraktika sind uns wichtig Spendenaktionen werden von uns gefördert. Auch die Lebenswelt unserer Schüler hat sich stark verändert. Diese Veränderungen zu bewältigen fällt nicht allen leicht. Dies zeigt sich im Unterricht und Schulalltag. Wir leisten deshalb beratende und erzieherische Hilfestellungen.

KONFLIKTKULTUR

  • Regeln und Vereinbarungen helfen Konflikte zu vermeiden

Gemeinsam arbeiten erfordert Rücksichtnahme. Regeln bieten eine verlässliche Grundlage unseres Zusammenlebens. Wir akzeptieren gemeinsam beschlossene Regeln und bestehen auf Konsequenzen bei Verstößen.

  • Umgang mit kulturellen, sozialen und Interessen-Unterschieden

Unterschiede anzuerkennen heißt den anderen zu akzeptieren. Unterschiede beinhalten darüber hinaus Entwicklungspotentiale und können sehr produktiv sein. Bei Konflikten sind Diskussionsbereitschaft und konkrete Lösungsstrategien Wege, die uns weiter bringen.

  • Miteinander reden

Miteinander - nicht übereinander - reden ist unser Ziel. Gespräche bringen uns weiter: Einzelgespräche, Fallbesprechungen und Zielvereinbarungen. Beratung und Hilfestellung für Schülerinnen und Schüler durch Beratungslehrer und Schulseelsorge sind bei uns alltäglich.

WIR - GEFÜHL

Identifikation mit der Cotta-Schule.
Durch ein einheitliches Erscheinungsbild (z. B. durch unser Schul-Logo) soll die Identifikation mit unserer Schule nach innen und außen demonstriert werden.
Die Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule steht in der Tradition des Wirtschaftsgymnasiums Ost.
Gemeinsame Treffen mit Absolventen bzw. Pensionären (Ehemaligen-Treffen) sollen die Bindung an die Cotta-Schule stärken.
Dieses Ziel setzt sich auch der Förderverein »Alte Gilde e. V.« Die Beachtung und die aktive Umsetzung unserer Leitsätze bilden die Grundlage unseres Wir-Gefühls.

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